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Orden der christlichen Kirchen: 

Opus Dei

S. 14: „An erster Stelle ist das Opus Dei zu nennen, von allen kirchlichen und kirchennahen Organisationen des Papstes liebstes Kind, zugleich als einzige von den allgemeinpolitischen wie kirchenpolitischen ‚pressure-groups' direkt dem Papst unterstellt. Alle anderen kirchlichen oder kirchennahen Verbände, Gruppen und Organisationen unterstehen der Kontrolle der Bischöfe. Opus Dei aber braucht sich um diese nicht zu kümmern, ist im kirchenrechtlichen Sinn eine Personalprälatur, sozusagen ein Bistum auf personeller, nicht territorialer Ebene. Das ist für Kenner der kirchlichen Szene eine unerhörte kirchenjuristische Aufwertung dieser Organisation, die übrigens weltweit etwa 80 000 Mitglieder, von denen nur zwei Prozent Priester sind. Dieses ‚Werk Gottes' verfügt über gewaltige Gelder, gewaltige Macht, gewaltigen Einfluß, nicht nur in seinem Ursprungsland Spanien. ... Das machtvolle, vielfach bereits von Erfolg gekrönte Bestreben des Opus Dei geht dahin, in allen wichtigen Instanzen der Staaten, Gesellschaften, Wirtschaftskonzerne, Industrieunternehmen und Banken durch eigene Leute vertreten zu sein, um Welt-, Wirtschafts-, Finanz- und Gesellschaftspolitik im Sinne der fundamentalistischen Gesetze und Ziele der Papst-Kirche zu beeinflussen."

[Quelle: Hubertus Mynarek: Denkverbot (1992 Knesebeck GmbH & Co., München)]

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