Noam Chomsky War against People Start / Home Geheimpolitik

Chomsky, Noam

WAR AGAINST PEOPLE
Menschenrechte und Schurkenstaaten
(Europa Verlag, Hamburg-Wien 2001)

S. 14: "Um ihr Gesetz allen anderen aufzwingen zu können, muß eine Schurken-Supermacht <Glaubwürdigkeit> bewahren: Wer nicht kuscht, wird bestraft."

S. 60: "Als die Europäische Union 1997 die Vereinigten Staaten bei der Welthandelsorganisation (WTO) verklagte, weil das Embargo (gegen Kuba, D.R.) die WTO-Regeln auf flagrante Weise verletzte, wiesen die USA den Schiedsspruch zurück. Das war keine Überraschung, denn die USA mißachten die Rechtsprechung aller internationalen Organisationen."

S. 66: "Außerdem gab es dort noch andere Rohstoffe, wie etwa Eisen, und US-Konzerne habe sich jahrzehntelang in Venezuela bereichert - und tun es nach wie vor -, während die Vereinigten Staaten eine Reihe von blutigen Diktatoren unterstützten, um das Volk niederzuhalten."

S. 78: "Die Funktion des IWF (Internationaler Währungs-Fond) hat sich mittlerweile ins Gegenteil verkehrt: Sollte er zunächst die Mobilität des Finanzkapitals eindämmen, so ist er jetzt dazu übergegangen sie zu befördern und, wie Lissaker sagt, <die Kreditmärkte weiter anzuheizen>."

S. 101: "Da mittlerweile die Medien durch ein paar Megakonzerne kontrolliert werden, scheinen die neuen Ziele der Wirtschaft in greifbarer Nähe zu liegen. Die Konzentration auf dem Mediensektor hat drastisch zugenommen, wozu auch Deregulierungsmechanismen beitragen, die noch die letzten Barrieren für den Schutz des öffentlichen Interesses beiseitegeräumt haben. In der neuesten Auflage seines Standardwerks zu diesem Thema berichtet Ben Bagdikian, daß von 1984 bis heute (2001) die Zahl der Medienkonzerne von 50 auf 10 geschrumpft sei. Dazu gehören Riesenimperien wie Disney und Gerenal Electric und seit einiger Zeit auch Rupert Murdoch."

S. 137/138: "Die Schulden sind ein wirksames Kontrollinstrument, das nicht einfach aufgegeben werden kann. Im Augenblick wird für etwas die Hälfte der Weltbevölkerung die nationale Wirtschaftspolitik praktisch von Washingtoner Bürokraten betrieben. Zugleich ist die Hälfte der Weltbevölkerung (nicht genau dieselbe, es gibt jedoch Überlappungen) einseitigen Sanktionen seitens der USA ausgesetzt. Auch sie sind eine Form des ökonomischen Zwangs, der die nationale Souveränität untergräbt, und der wiederholt, zuletzt von den Vereinten Nationen, als unannehmbar verurteilt worden ist, ohne daß sich dadurch an der Lage etwas geändert hätte."

S. 146: "Millionen Menschen sterben weltweit an heilbaren Krankheiten, weil die den WTO-Regeln eingeschriebenen protektionistischen Elemente privaten Megakonzernen das Recht auf monopolisierte Preisbildung zugestehen. .... All dies läuft unter der Bezeichnung <Handelsrechte>.

Allgemein gesprochen läuft das Prinzip der WTO-Regeln und anderer, damit zusammenhängender Vertragswerke darauf hinaus, daß Souveränität und demokratische Rechte den Rechten der Investoren untergeordnet werden müssen."
 

  Adresse: geheimpolitik.de